Monatsarbeitszeitrechner – Monatsstunden aus Wochenstunden berechnen

Geben Sie Ihre vertraglichen Wochenstunden ein, der Rechner ermittelt Ihre Soll-Monatsstunden und Jahresstunden sofort, wahlweise mit Abzug von Feiertagen und Urlaubstagen. Kein Login, keine Installation.

Monatsarbeitszeitrechner

Wochenstunden in Monatsstunden umrechnen – optional mit Feiertags- und Urlaubsabzug

Laut Arbeitsvertrag
Nur Werktags-Feiertage zählen
Arbeitstage, nicht Kalendertage
Soll-Monatsstunden (brutto)
Netto-Monatsstunden
Jahresstunden
Tagesstunden (5-Tage-Woche)
Abzug (Feiertage + Urlaub)
0,00 Std.

Sollstunden-Tabelle – häufige Vertragstypen (inkl. TVöD)

Wochenstunden Tagesstunden Monatsstunden Jahresstunden

TVöD-Teilzeit (Basis: 39 Std./Woche = 100 %)

Beschäftigungsumfang Wochenstunden Monatsstunden Jahresstunden

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Wochenstunden in Monatsstunden umrechnen

Die Umrechnung von Wochenstunden in Monatsstunden basiert auf dem Wochenfaktor 4,33. Er ergibt sich aus 52 Wochen ÷ 12 Monate und berücksichtigt, dass Kalendermonate unterschiedlich viele Wochen enthalten.

Formel:

Monatsstunden = Wochenstunden × 4,33

Jahresstunden:

Jahresstunden = Wochenstunden × 52

Der Rechner verwendet standardmäßig den Wochenfaktor 4,33 für eine vertragsbasierte Sollstunden-Berechnung. Wer stattdessen die tatsächlichen Arbeitstage eines bestimmten Monats zählen möchte, z. B. für die Lohnabrechnung, kann Feiertage und Urlaubstage separat abziehen (siehe Abschnitt unten).

Eingaben:

  • Wochenstunden laut Vertrag (z. B. 40)
  • Optional: Anzahl Feiertage im Monat (Werktage)
  • Optional: Urlaubstage im Monat

Ausgaben:

  • Soll-Monatsstunden (mit und ohne Abzüge)
  • Soll-Jahresstunden
  • Tagesarbeitszeit (Monatsstunden ÷ 21,67 Arbeitstage/Monat)

Der Arbeitszeitrechner berechnet die tatsächliche Nettoarbeitszeit einer einzelnen Schicht mit Pausenabzug, der Monatsarbeitszeitrechner liefert die vertragliche Sollzeit als Grundlage für Überstunden-Vergleiche und Lohnabrechnungen.


Sollstunden-Tabelle: 20 h bis 40 h Verträge

Die folgende Tabelle zeigt Soll-Monatsstunden und Jahresstunden für die häufigsten Vertragstypen in Deutschland. Basis: Wochenfaktor 4,33; keine Abzüge für Feiertage oder Urlaub.

WochenstundenTagesstunden (5-Tage-Woche)Monatsstunden (× 4,33)Jahresstunden (× 52)
20 Std.4,00 Std.86,6 Std.1.040 Std.
25 Std.5,00 Std.108,3 Std.1.300 Std.
30 Std.6,00 Std.129,9 Std.1.560 Std.
32 Std.6,40 Std.138,6 Std.1.664 Std.
35 Std.7,00 Std.151,6 Std.1.820 Std.
38 Std.7,60 Std.164,5 Std.1.976 Std.
38,5 Std.7,70 Std.166,6 Std.2.002 Std.
39 Std.7,80 Std.168,9 Std.2.028 Std.
40 Std.8,00 Std.173,2 Std.2.080 Std.

38,5 Std. und 39 Std. sind die Regelarbeitszeiten in vielen Tarifverträgen, darunter Teile des TVöD und der Metallindustrie. Die 40-Stunden-Woche ist in der Privatwirtschaft ohne Tarifbindung am weitesten verbreitet.

Feiertage und Urlaubstage abziehen: Nettomonatsstunden

Die Sollstunden aus der Tabelle oben sind Bruttowerte, sie enthalten keine Abzüge für Feiertage oder Urlaub. Für die Lohnabrechnung und den Überstunden-Nachweis ist die Netto-Monatsarbeitszeit relevant: tatsächliche Anwesenheitspflicht nach Abzug bezahlter Freitage.

Formel Nettomonatsstunden:

Netto-Monatsstunden = Brutto-Monatsstunden − (Feiertage + Urlaubstage) × Tagesstunden

Für einen 40-Std.-Vertrag (8 Std./Tag) mit 2 Feiertagen und 5 Urlaubstagen im August gilt:

173,2 − (2 + 5) × 8 = 173,2 − 56 = 117,2 Netto-Monatsstunden

⚠️ Feiertage zählen nur ab, wenn sie auf einen vertraglich vereinbarten Arbeitstag fallen. Ein gesetzlicher Feiertag an einem Samstag reduziert die Sollstunden nur, wenn der Arbeitsvertrag Samstagarbeit vorsieht.

Die Bundeslandspezifischen Feiertagskalender unterscheiden sich erheblich: Bayern hat mit bis zu 13 gesetzlichen Feiertagen die höchste Dichte, während Berlin und Bremen mit 10 Feiertagen am unteren Ende liegen.

Beispielrechnung: Herr Wenzel – Verwaltungsfachangestellter, TVöD, Oktober 2025

Vertrag: 39 Std./Woche, TVöD Bund, 5-Tage-Woche Tagesstunden: 39 ÷ 5 = 7,80 Std.

Schritt 1 — Brutto-Monatsstunden Oktober:

39 × 4,33 = 168,9 Std.

Schritt 2 — Feiertage Oktober 2025 (Bund/alle Länder):

  1. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) = 1 Werktag-Feiertag

168,9 − 1 × 7,80 = 161,1 Std.

Schritt 3 — Urlaubstage (angenommen: 5 Tage):

161,1 − 5 × 7,80 = 122,1 Netto-Monatsstunden

Schritt 4 — Überstunden-Prüfung:

Herr Wenzel hat im Oktober 2025 tatsächlich 130,0 Std. geleistet.

130,0 − 122,1 = +7,9 Überstunden

Die Berechnung des Auszahlungsbetrags mit Zuschlag liefert der Überstundenrechner.

Monatsstunden für Teilzeit: TVöD-Tabelle

Im öffentlichen Dienst werden Teilzeitbeschäftigungen häufig als Prozentsatz der Vollzeit (Beschäftigungsumfang) ausgedrückt. Vollzeit im TVöD Bund = 39 Std./Woche. Die folgende Tabelle zeigt die Monatsstunden für verbreitete Teilzeitgrade.

BeschäftigungsumfangWochenstundenMonatsstundenJahresstunden
100 % (Vollzeit)39,0 Std.168,9 Std.2.028 Std.
90 %35,1 Std.152,0 Std.1.825 Std.
80 %31,2 Std.135,1 Std.1.622 Std.
75 %29,3 Std.126,7 Std.1.521 Std.
70 %27,3 Std.118,2 Std.1.419 Std.
60 %23,4 Std.101,3 Std.1.217 Std.
50 %19,5 Std.84,4 Std.1.014 Std.

Für Länder und Kommunen gilt die jeweilige Tarifvereinbarung; die Vollzeit weicht dort teilweise ab (z. B. 40 Std./Woche in einigen Bundesländern). Den Brutto-Stundenlohn für TVöD-Entgeltgruppen berechnet der Stundenlohnrechner.

Gesetzlicher Rahmen: Höchstarbeitszeit und Ausgleichszeitraum

§3 ArbZG begrenzt die werktägliche Arbeitszeit auf 8 Stunden regulär und 10 Stunden maximal. Im Sechs-Monats-Durchschnitt dürfen 8 Stunden täglich nicht überschritten werden, was einer Wochenhöchstarbeitszeit von durchschnittlich 48 Stunden entspricht.

RegelungWert§-Grundlage
Reguläre Tageshöchstarbeitszeit8 Stunden§3 Satz 1 ArbZG
Verlängerte Tageshöchstarbeitszeit10 Stunden§3 Satz 2 ArbZG
Ausgleichszeitraum6 Kalendermonate oder 24 Wochen§3 Satz 2 ArbZG
Wochenhöchstarbeitszeit (Ø)48 StundenAbgeleitet §3 ArbZG
Mindestruhezeit zwischen Schichten11 Stunden§5 Abs. 1 ArbZG

Für Vollzeitverträge mit 40 Std./Woche liegt die Sollarbeitszeit weit innerhalb dieser Grenze. Relevant wird §3 ArbZG erst bei Überstunden, die die wöchentliche Durchschnittsgrenze von 48 Stunden überschreiten.

Häufige Fehler bei der Monatsarbeitszeit-Berechnung

FehlerUrsacheRichtig
Wochenfaktor 4 statt 4,33Vereinfachung auf 4 Wochen/Monat52 ÷ 12 = 4,33 ist korrekt; Differenz: 1,33 Std./Monat bei 40 h
Feiertag an Samstag abgezogenFällt nicht auf ArbeitstagNur Feiertage auf vertragliche Arbeitstage zählen
Urlaubsstunden statt -tage eingetragenUrlaubstage × Tagesstunden verwechselt1 Urlaubstag = Tagesstunden (z. B. 8,0 Std. bei 40 h/Woche)
Kranktage als Abzug gewertetEntgeltfortzahlung ändert Sollstunden nichtKranktage nicht abziehen, Sollzeit bleibt gleich
Jahresstunden mit Arbeitstagen verwechselt2.080 Std. ≠ 260 Arbeitstage2.080 Std. ÷ 8 Std. = 260 Tage, stimmt nur bei 0 Feiertagen

FAQ – Häufige Fragen zur Monatsarbeitszeit

Wie viele Stunden hat ein Monat bei 40 Stunden pro Woche?

Bei 40 Wochenstunden ergibt sich mit dem Wochenfaktor 4,33 eine Soll-Monatsarbeitszeit von 173,2 Stunden (40 × 4,33). Dieser Wert ist unabhängig vom konkreten Monat und dient als vertragliche Bezugsgröße für Lohnabrechnung und Überstunden.

Warum nimmt man den Faktor 4,33 und nicht 4?

Ein Monat hat im Durchschnitt 4,33 Wochen (52 ÷ 12 = 4,333…). Würde man mit 4 rechnen, entstünde ein Fehler von 1,33 Wochenstunden pro Monat, bei 40 h/Woche sind das 53,2 Stunden Differenz im Jahr. Der Faktor 4,33 ist der korrekte Durchschnittswert.

Wie berechne ich Monatsstunden für eine 4-Tage-Woche?

Dividieren Sie Ihre Wochenstunden durch die Arbeitstage pro Woche, um die Tagesstunden zu erhalten. Bei einer 32-Std.-Woche auf 4 Tage sind das 8 Std./Tag. Monatsstunden: 32 × 4,33 = 138,6 Std. identisch mit einer 5-Tage-Woche bei gleicher Stundenzahl.

Zählen Feiertage zur Arbeitszeit?

Nein. Gesetzliche Feiertage, die auf einen vertraglich vereinbarten Arbeitstag fallen, werden bei der Netto-Monatsarbeitszeit abgezogen. Die Vergütung bleibt dennoch erhalten (§2 EFZG). Für die Berechnung der Überstunden ist nur die tatsächliche Anwesenheitszeit relevant.

Wie viele Arbeitstage hat ein Monat durchschnittlich?

Im Durchschnitt hat ein Monat 21,67 Arbeitstage (260 Arbeitstage ÷ 12 Monate), ohne Berücksichtigung von Feiertagen. Die tatsächliche Zahl variiert je nach Monat und Bundesland erheblich, von 18 Arbeitstagen (Dezember in Bayern mit mehreren Feiertagen) bis zu 23 Arbeitstagen (Oktober in manchen Bundesländern).

Was ist der Unterschied zwischen Soll- und Ist-Arbeitszeit pro Monat?

Die Sollarbeitszeit ist die vertraglich vereinbarte Stundenzahl — z. B. 173,2 Std. bei 40 h/Woche. Die Ist-Arbeitszeit ist die tatsächlich geleistete Zeit. Die Differenz (Ist − Soll) ergibt Über- oder Minderstunden. Den Vergleich mit Auszahlungsberechnung liefert der Überstundenrechner.

Wie rechne ich TVöD-Teilzeit in Monatsstunden um?

Multiplizieren Sie den Beschäftigungsumfang in Prozent mit der TVöD-Vollzeit (39 Std./Woche) und dann mit dem Faktor 4,33. Bei 75 % Teilzeit: 0,75 × 39 × 4,33 = 126,7 Std./Monat. Die obige Tabelle enthält alle gängigen Teilzeitgrade vorgefertigt.

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